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Artikel vom 18. November 2003
Leserbrief ad «Nebenbei bemerkt»:
Nullplatz
vom 16. November 2003
Disqualifiziert
Bevor Editor Jürg-Peter Lienhard von fadenscheiniger Scheinmoral grüner Proselyten redet, sollte er sich über den genauen Sachverhalt informieren: Die 6 Bäume beim Taxistandplatz an der Heuwaage stehen seit 20 Jahren dort, seit der Umgestaltung der Heuwaage im Zusammenhang mit der Einführung der 10er Tramlinie in die Stadt. Die 14 grossen, alten Kastanienbaumallee zwischen Gassenzimmer und Tramschlaufe, welche hätten gefällt werden sollen, standen schon dort, als der Schreibende in den 50er Jahren mit dem Grossvater in den Zolli flanierte. Sie müssen also mindestens 100 Jahre alt sein. Diese sind nicht nur als Einzelbäume erhaltenswert, die Nachtigallenallee wirkt auch prägend auf das dortige Stadtbild. Der heute schönste Teil der Heuwaage sind diese Bäume, und genau die hätten mit dem Multiplexkino verschwinden sollen. Zum Glück hat das Volk informierter und differenzierter reagiert als Lienhard in seinem Kommentar. Dieser disqualifiziert sich mit seiner Fehlinformation selbst.
Dieter Stumpf, Komitee "Keine Steuergelder für ein privates Mulitplexkino", Basel
*****
Anmerkung des «Editors»: Die Frage ist: In welchem Sinn hat das Volk «informierter und differenzierter» reagiert» - für die Bäumchen oder gegen das Steuergeschenk? Wenn sich Andersdenkende auch noch pointiert, also nicht ausgewogen, äussern, werden sie von Gutmenschen und Proselyten kurzerhand «disqualifiziert». Danke gleichwohl Herr Stumpf für das Wörtlein «Disqualifiziert», das nun, verursacht durch Sie, Einzug in mein Schandbuch der Schaumwörter halten darf. In welcher Gesellschaft Sie nun figurieren, können die Leser des «Webjournals» hier lesen, denn da gehts weiter zum «Papageienwörterbuch»: Mehr…
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